Die GRIID-Gründer Ilja Kagan und Fabian Beeren mit den GRIID-Projekt- und Initialpartnern Prof. Dr. Volker Breithecker (Universität Duisburg-essen), Ralf Meurer (GFW Duisburg), Rüdiger helbrecht (Niederrheinische IHK), Christian Luley (Sparkasse Duisburg) und Michael Reimann (Volksbank Rhein-Ruhr)

07.11.16

8. GRIID-Runde startet mit Auftaktveranstaltung am 18. November

Erfolgreiche Existenzgründer ermuntern vor GRIID-Auftaktveranstaltung zum Mitmachen


(Hier finden Sie weitere Bilder der Pressekonferenz)

Unternehmerisches Wissen für künftige Start Ups vermitteln nunmehr im achten Jahr die Akteure des Existenzgründerwettbewerbs der GründungsInitiative Innovation Duisburg (GRIID). Dahinter stecken die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) und die Universität Duisburg-Essen (UDE). Zu den GRIID-Initialpartnern zählen seit Beginn der Aktivitäten Repräsentanten der Sparkasse Duisburg, der Volksbank Rhein-Ruhr sowie der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve (Niederrheinische IHK). Kern von GRIID ist das small business management (sbm)-Projekt der UDE.

„Auch diesmal wollen wir wieder zahlreiche Gründungswillige dazu ermuntern, ihre Geschäftsidee in den GRIID-Existenzgründerwettbewerb einzubringen“, betont Professor Dr. Volker Breithecker von der Fakultät für Betriebswirtschaftslehre – Mercator School of Management und sbm-Projektleiter an der Universität Duisburg-Essen. „Nach 140 Stunden Kursangebot können die Teilnehmer dann valide beurteilen, ob ihre Idee marktgerecht und betriebswirtschaftlich tragfähig ist. Die Paukerei zahlt sich aus; aus GRIID-Alumnis werden grundsätzlich solide Unternehmerinnen und Unternehmer mit Weitsicht.“

GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer ist gespannt auf die Protagonisten, die den achten GRIID-Existenzgründerwettbewerb mit Leben füllen werden: „Idee und der Ablauf von GRIID bleiben deckungsgleich; der Inhalt der jeweiligen Businesspläne ist es aber, der jeden Durchgang so einzigartig macht.“ Duisburgs Wirtschaftsförderer ist immer wieder von der Bandbreite der eingebrachten Ideen begeistert: „Gerade im zurückliegenden Durchlauf gab es auch einige technologieorientierte Businesspläne. So wie den des Erstplatzierten, bei dem es darum ging, moderne Technik für medizinische Zwecke nutzbar zu machen.“ Ob auch diesmal wieder der Technologietransfer zwischen Mechatronik und Medizin, besondere Vertriebsplattformen für Start Ups oder etwas komplett anderes eine Rolle spielt, wird sich nach der Auftakt-Veranstaltung am 18. November 2016 zeigen. Diese beginnt um 15 Uhr im Neudorfer Technologiezentrum Tectrum, Bismarckstr. 140, 47057 Duisburg.

„Wir nutzen diese Chance immer gern, um gleich von Anfang an mit Existenzgründern ins Gespräch zu kommen und nicht erst im Finanzierungsgespräch. So kann gleich von Anfang an beidseitiges Vertrauen aufgebaut  werden.  Das macht uns als stärksten Finanzierer von Existenzgründungen in Duisburg aus“, weiß Christian Luley, Vertreter des Vorstands der Sparkasse Duisburg.

Michael Reimann, Leiter Gewerbekundenbetreuung bei der Volksbank Rhein-Ruhr, betont: „Als genossenschaftliche Bank ist es unser Bestreben, Menschen darin zu unterstützen, sich selbst und andere in Arbeit zu bringen. Es ist uns seit jeher ein Herzensanliegen für die kleinen und mittleren Unternehmen da zu sein und diesen zu bestmöglichem Wachstum zu verhelfen.“

Rüdiger Helbrecht, stellvertretender Leiter „Handel, Dienstleistungen, Mittelstand, Außenwirtschaft“ von der Niederrheinischen IHK unterstreicht: „Die Qualität der GRIID-Gründungen ist grundsätzlich immer sehr hoch. Frische Ideen sind wichtig für einen dynamischen Wirtschaftsstandort. Solche Unternehmerinnen und Unternehmer wünschen wir uns als Partner und beraten sie in jeder Phase der Gründung.“

Zu solchen Unternehmern gehören auch die GRIID-Alumnis Ilja Kagan, Existenzgründer von „Draw-A-Change.com Filmproduktion“, und Fabian Beeren, Gründer und Geschäftsführer des freiberuflichen Einzelunternehmens REC-Mobil. Der examinierte Sozialwissenschaftler und Germanist Beeren war GRIID-Erstplatzierter beim sechsten GRIID-Wettbewerb in 2015. Mit REC-MOBIL bietet er einwöchige Intensiv-Ganztags-Workshops, vorwiegend an Haupt- und Gesamtschulen, für Jugendliche aus bildungsfernem Umfeld. Vor Ort wird dabei für die Dauer des Workshops ein professionell ausgestattetes Tonstudio installiert. Im Projektverlauf erstellen die Jugendlichen eigene Songs, die sie am Ende im Tonstudio aufnehmen. „Auf dem Weg zum Ziel schreiben die Jugendlichen eigene Texte und passieren dabei einen didaktischen Baustein, der die Jugendlichen im sprachlichen, sozialen und kreativen Bereich fördert – und das erheblich, nachhaltig und messbar“, beschreibt Beeren seine Geschäftsidee.

Auf die Frage, wie GRIID sich auf seine Geschäftsidee und Tätigkeit ausgewirkt hat, antwortet Beeren: „GRIID war der Grund, mich verbindlich und selbstkritisch mit meiner Idee auseinanderzusetzen. Auf das zur Neige gehende Jahr 2016 blickt er mit Stolz und Zuversicht zurück: „REC-Mobil hat 2016 alles abgeräumt, was ging und stellt sich jetzt für 2017 auf: personell, konzeptuell und unternehmerisch.“

Ilja Kagans „Draw-A-Change.com Filmproduktion“ steht für die Erstellung von Unternehmensporträts aus dem sozialen Sektor. Im Verlauf von GRIID und sbm hat sich Kagan auch als Unternehmerpersönlichkeit verändert: „Der Kurs vermittelt Sicherheit durch Wissen. Die eigentliche Gewissheit, ein Unternehmer zu sein, kam durch die Praxis. Die Vielfältigkeit der Aufgaben, die Menge an täglichen Kontakten, die Unterschiedlichkeit der einzelnen Projekte und die positive Kundenresonanz erfüllen mich.“ Kagans Unternehmen ist im Aufbau.

Aktuell arbeitet er daran, seine Geschäfts- und Produktionsprozesse zu verfeinern: „Mittlerweile sind über 60 Aufträge erledigt. Viele Kunden kommen wieder und schaffen dem Unternehmen eine sicherere Grundlage für die Zukunft.“

Die GRIID-Absolventen Beeren und Kagan haben erfahren, dass GRIID auch als Kooperationsschmiede für gemeinsame Geschäftstätigkeit fungieren kann: „GRIID hat eine nachhaltige Kommunikationskultur. Der Kurs ist lang genug, um andere Teilnehmer wirklich kennenzulernen und ihre Geschäftsmodelle im Detail zu verstehen. Die Entscheidung, mit Fabian Beeren zusammenzuarbeiten, kam erst nach dem eigentlichen sbm-Kurs. Wir trafen uns mehrmals auf GRIID-Folgeveranstaltungen und haben dann auf dem Mittelstands-Forum der GFW Duisburg am 3. März dieses Jahres beschlossen, dass wir es mit einer Kooperation probieren. Neben unserer gemeinsamen beruflichen Tätigkeit ist darüber hinaus auch eine enge Freundschaft entstanden. In der kurzen Zeit haben wir viele Höhen erlebt und konnten uns gegenseitig aus den tiefsten Tälern ziehen.“

Und so gestaltet sich die Zusammenarbeit der beiden: Beeren lässt seine REC-Mobil-Projekte durch Kagan filmen; im Gegenzug komponiert er für seinen Geschäftspartner die musikalische Untermalung für dessen digitale Unternehmensporträts.