Die GRIID-Preisträger 2017 gemeinsam mit den Projektinitiatoren und -partnern.

17.07.17

Gewinner des GRIID-Existenzgründerwettbewerbs 2016/2017 stehen fest

Künftige Unternehmer punkteten mit Informatik, Ingenieurswissenschaften und Medizin


Jetzt ist das Geheimnis gelüftet; die Gewinnerinnen und Gewinner der Runde 2016/2017 von GRIID, dem Existenzgründungswettbewerb der GründungsInitiative Innovation Duisburg, stehen fest. Die Köpfe „hinter“ den besten drei Geschäftsideen werden im Neudorfer Technologiezentrum Tectrum feierlich prämiert: durch die GRIID-Initialpartner – Akteure der Sparkasse Duisburg, der Volksbank Rhein-Ruhr, der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve (Niederrheinische IHK), der Universität Duisburg-Essen (UDE) sowie der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg).

 

Bürgermeister Manfred Osenger wies in seiner Begrüßungsrede auf eine Studie der Industrie- und Handelskammer in Nordrhein-Westfalen hin, „nach der die Zahl der Gründer in unserem Bundesland zwar abgenommen  hat, das Gründerklima unter den Befragten, die sich für die Selbstständigkeit entschieden haben, aber als positiver wahrgenommen wird als in den Vorjahren.“ Osenger  lobte den zeitlichen Einsatz, das Durchhaltevermögen und den Biss derer, die einen der 26 Gründungsideen beim 8. GRIID-Existenzgründerwettbewerb eingereicht haben: „In sechs Monaten haben Sie in 140 Stunden abends und am Wochenende, neben Studium oder Beruf, gelernt, wie ein Unternehmer zu denken und ihren Businessplan akribisch ausgearbeitet. Respekt vor dieser Leistung!“

Über den ersten Platz und damit über ein für zwölf Monate mietfreies Büro im Tec-Base des Technologiezentrums freute sich das Gründerteam FAMOS. Dahinter stecken die GRIID-Teilnehmer Lars Höcker und Christoph Steinmetz sowie ihre Teamkollegen Hendrik Schneider und Christian Wenning. FAMOS (Fußball Amateur Manager Online Spielen) ist ein Online-Spiel, bei dem man virtuell zum Manager eines Amateurligisten wird. Der Spielerpool rekrutiert sich dabei aus real existierenden Spielern der Amateur-Ligen. Dabei handelt es sich in der Regel um 18 Mannschaften mit jeweils 20 bis 25 Spielern. Die Spieler werden dabei auf Basis ihrer real erbrachten Leistungen in Pflichtspielen nach einem speziell entwickelten Punktesystem bewertet. Jeder Spieler kostet dabei virtuelles Geld. Um selbiges zu verdienen, kann der Spieler verschiedene Features nutzen: beispielsweise ein Tippspiel, Aktienhandel oder den Ausbau von Stadion und Umfeld. Laudator Helge Kipping, Mitglied des Vorstands der Sparkasse Duisburg, zeigte sich begeistert vomfamosenAlleinstellungsmerkmal: „FAMOS ist meines Wissens nach deutschlandweit die einzige Fußball-Manager-Simulation für Amateur-Ligen mit Echt-Zeit-Bezug. Als Sparkasse Duisburg fördern wir ja sehr stark den Breitensport und daher finde ich es toll, dass das Augenmerk hier mal nicht auf die Profis gelegt wird, sondern die Amateure im Mittelpunkt stehen. Gerade deswegen wünsche ich dieser Geschäftsidee besonderen Erfolg.“

Auch für Ivan Novohatskiy endete der GRIID-Wettbewerb überaus erfolgreich: mit dem zweiten Platz und dem Gewinn eines mietfreien Büros für sechs Monate. Der Mediziner, der derzeit seine Doktorarbeit an der Universität Duisburg-Essen schreibt, hat fünf verschiedene Prototypen von Geräten entwickelt, mit denen Assistenzärzte und Medizinstudierende ihre chirurgischen Fertigkeiten trainieren und ausbauen können. Michael Reimann, Leiter Geschäftsfeld Gewerbekunden bei der Volksbank Rhein-Ruhr, lobte den Gründer von DISCIPLINA CHIRURGICA: „Herr Novohatskiy entwickelt innovative und qualitativ hochwertige Instrumente und Geräte für die chirurgische Aus- und Weiterbildung. Damit werden Lernprozesse optimiert, technische Fehler in der Praxis minimiert und die Lebensqualität der Patienten verbessert. DISCIPLINA CHIRURGICA hat das Potenzial, Menschenleben zu retten und zu verlängern.“

 

Das Gründerteam der styLS-tech GmbH vereint kreativwirtschaftliches und ingenieurwissenschaftliches Können: Maschinenbauingenieur Jannik Lüpfert und Elektroingenieur Stefan Sellmann werden sich der Herstellung eigener Produktionsmaschinen widmen, um damit hochwertige dekorative Bilder für den privaten Einzelabnehmer zu fertigen. Die Produktion der Bilder findet dabei auf Laserschneidmaschinen statt, die durch die GmbH entwickelt und gebaut werden. Auf die Bedürfnisse der Fertigung angepasst, erstreckt sich das Produktspektrum anfänglich auf Motive verschiedener Skylines großer internationaler Metropolen bis hin zu individualisierten kundenspezifischen Motiven. „Die Produkte der styLS-tech GmbH zeichnen sich durch attraktive Designs mit moderner indirekter Beleuchtung und einen hohen Grad an Personalisierungsmöglichkeiten aus. Wertigkeit und Individualisierung stehen bei den Kunden von heute hoch im Kurs. Daher glaube ich an die Produkte der styLS-tech zur außergewöhnlichen Wohnraumgestaltung mittels selbstentwickelter Laser-Technik“,  schließt  Markus Nacke, Referent für Existenzgründung und Unternehmensförderung/Leiter STARTERCENTER Duisburg bei der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve.